Herren 3 schaffen Klassenerhalt – eine Bilanz

 

Schon vor den beiden abschließenden Heimspielen, in denen man erneut stark ersatzgeschwächt antreten musste, war der Abstieg für die dritte Herrenmannschaft des TTC nur noch theoretisch möglich. Daher fielen die beiden Niederlagen gegen Langensteinbach (6:9) und die bärenstarken Söllinger (2:9) nicht mehr ins Gewicht.

Betrachtet man die komplette Runde, fällt das Fazit gemischt aus. In bestmöglicher Aufstellung war die Truppe mehr als konkurrenzfähig. Da dies aber eher die Ausnahme war, musste man sich bis zum Schluss gegen den Abstieg stemmen. Dass man am Ende die Klasse halten konnte, glich in Summe einem kleinen Wunder. Im Gegensatz zu fast allen anderen Teams, die in der B-Klasse von vorne bis hinten durchweg relativ ausgeglichen besetzt sind, hatten die Herren 3 das Problem, dass sie Ausfälle an den ersten drei Positionen in keiner Weise kompensieren konnten und dann auf verlorenem Posten waren.

Nachfolgend eine kurze Bilanz der Stammspieler:

-Matthias Teuscher:

unserem Top-Scorer ist es in allererster Linie zu verdanken, dass wir die Klasse halten konnten. Sportlich als unsere Nummer 1 unumstritten (er gehörte zu den Besten der gesamten Staffel), glänzte er auch menschlich, indem er sich nach grandioser Vorrunde dazu bereit erklärte, mit Sperrvermerk auch in der Rückrunde bei uns zu spielen. Matze, das war ganz groß! Darüber hinaus half er mit seinem sonnigen Gemüt aus so manchem Tal der Tränen, als wir wieder mal die Hucke voll bekamen. Seit seinem Thailandurlaub mit fernöstlicher Gelassenheit am Tisch. Seit diesem Zeitpunkt mit einem fragwürdigen Modegeschmack gesegnet..

Einzel: 20-8 Doppel: 11-6

-Frank Schuler:

er stieß in der B-Klasse im vorderen Paarkreuz ab und an an seine Grenzen, konnte aber dennoch gelegentlich auch starke Gegner ärgern. Hätte er nicht gleich neun (!) Fünf-Satz-Matches verloren, wäre seine Bilanz positiv gewesen. Ein ganz klarer Fall für den Mental-Trainer! Wichtig auch im Doppel, da er mit Matthias in der Vorrunde drei Mal im Schlussdoppel noch gewann und somit mithalf, wertvolle Punkte zu sichern.

Einzel: 14-17 Doppel: 12-9

-Jürgen Roth:

Der Bondscoach war die Überraschung schlechthin und beendete die Runde im mittleren Kreuz mit einer herausragenden Einzel-Bilanz, die ihm wohl nur die wenigsten zugetraut hatten. Dank seines Materials trieb er so manchen Gegner zur Verzweiflung und besiegte sie oftmals knapp. Hoffentlich kann er nach dem Verlust seines Holzes gleichwertigen Ersatz finden.

Als Mannschaftsführer schaffte er es tatsächlich, in den entscheidenden Spielen der Rückrunde die Truppe bestmöglich aufzustellen und somit den Klassenerhalt klarzumachen, wofür ihm ein Denkmal gebaut werden sollte. Danke für Deine Bemühungen, trotz beruflichem, privatem und Jugendcoaching-Stress!!!

Einzel: 15-9 Doppel: 5-11

-Danial Ahmed:

Er hatte einen schweren Stand in dieser Runde. Gepeinigt vom Schulstress, war er oftmals unterlegen und sah kein Land in seinen Spielen. Unverdrossen versuchte er es weiter und im wichtigsten Spiel des Jahres in der Rückrunde gegen Ettlingenweier war er dann voll da, erwischte einen Sahnetag und zeigte dort seine beste Saisonleistung. Alleine mit diesem Auftritt war er maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt.

Einzel: 5-11 Doppel: 4-7

-Detlef Schreck:

unser Aggressive Leader zeigte sich in der Rückrunde meistens in guter Form. Trotz erkennbarem Trainingsrückstand sorgte er dort für zahlreiche wichtige Punkte. Sein staubtrockener Humor und dem schönsten Trainingsanzug der Welt unterstreichen seine Sonderstellung innerhalb des Teams..

Einzel: 9-12 Doppel: 2-11

Michael Scheytt:

der selbst ernannte „Left-handed Schupf-Phobiker“ litt oft darunter, dass seine Gegner das offensive Spiel verweigerten, dafür aber umso mehr passiv spielten, was ihm gelegentlich ordentlich die Laune verhagelte. Trotzdem fuhr er in den entscheidenden Spielen Siege ein, die am Ende sehr wichtig sein sollten. Obwohl auch er mit erkennbarem Trainingsdefizit unterwegs war, stellte er sich in den Dienst der Truppe. Ein feiner Kerl, der Micha!

Einzel: 7-9 Doppel: 5-6

Alles in allem war diese Saison für uns mit dem Klassenerhalt ein voller Erfolg. Auch wenn er äußerst knapp zustande kam und bei dem Linkenheim-Spiel mit etwas Glück verbunden war, grenzt es doch an ein kleines Wunder, dass wir zwei Mannschaften hinter uns lassen konnten, wenn man berücksichtigt, wie stark und ausgeglichen unsere Staffel war und wie oft wir mit Ersatz an die Platte treten mussten.

Den Tiefpunkt gab es zu Beginn der Rückrunde, als wir zunächst nach unterirdischer Mannschaftsleistung dem abgeschlagenen Absteiger Neureut unterlagen und anschließend zwei Mal in Folge mit 0:9 die Höchststrafe bekamen. Da sah es zwischenzeitlich wirklich nicht gut aus. Positiv bleiben rückwirkend das allererste Saisonspiel mit dem überraschenden Remis in Friedrichstal sowie vor allem die beiden Siege gegen Ettlingenweier (die furiose Aufholjagd im Hinspiel und die großartige Mannschaftsleistung in der Rückrunde, als es um Alles ging) in Erinnerung.

Ein ganz großer Dank geht an alle Spieler, die bei uns ausgeholfen haben, wenn mal wieder Not am Mann war, in Person von Dominik, George, Oliver, Daniel, Jürgen Baumgarth, Steffen und Martin. Ohne Euch hätten wir des Öfteren keine vollständige Mannschaft parat gehabt und Ihr habt Euch oft genug klaglos saftige Niederlagen eingefangen und habt Euch anschließend trotzdem wieder bereit erklärt, bei uns auszuhelfen. Dafür gebührt Euch der allergrößte Respekt!!

Die B-Klasse ist kein Kindergeburtstag und es wird spannend sein zu sehen, in welcher Aufstellung wir kommende Saison antreten. Verstärkungen werden dringend notwendig sein, um auch nächstes Jahr die B-Klasse zu halten, unser Sportwart wird diesen Wink mit dem Zaunpfahl hoffentlich verstehen

Egal was war, dem Team hat es dieses Jahr großen Spaß gemacht.

Es steht noch der gemütliche Saisonabschluss im Garten unseres Bondscoachs an und dann werden wir (hoffentlich) hoch motiviert in der neuen Saison wieder angreifen!

Für den Saisonabschluß gibt da der berühmte Fußball Philsoph Andi Brehme die Richtung vor.

„Zum Glück ist die Mannschaft nach dem Spiel besser ins Spiel gekommen“.

In diesem Sinne: das Runde muss aufs Eckige!!

Frank Schuler

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